Dramatik gegen Maintaunus

4. Juni 2018

Eine wilde Achterbahnfahrt der Emotionen gab es in den vergangenen Wochen für die Gießen Busters in der Landesliga A. Erst verloren sie ohne mehrere Stammspieler beide Partien gegen Tabellenführer Frankfurt und schienen den Anschluss an die Spitze vorerst verloren, dann ging es gegen die Maintaunus Redwings – gegen die es zwar am Anfang der Saison zwei Siege gegeben hatte, in denen der junge Gegner jedoch bereits sein Potenzial andeutete.

Und so war es dann auch kein Wunder, dass die Busters rasch in Rückstand gerieten. Nach drei relativ emotionslosen Innings berappelten sich die Gastgeber dann aber. Mit sieben Punkten im vierten Inning drehten sie das Spiel und schienen selbiges in den Griff zu bekommen. Doch es kippte erneut und im letzte Schlagdurchgang mussten die Gießener mindestens zwei Punkte einfahren, um in die Verlängerung zu kommen. So weit ließ es Josef Müller aber gar nicht erst kommen. Mit einem Runner auf Base und einem bereits erkämpften Punkt ging er bei zwei Aus ans Schlagmal. Doch das war ihm noch nicht der Dramatik genug: Natürlich mussten noch zwei Strikes her, um eine Situation zu erstellen, von der jeder junge Baseballer träumt. Und dann machte Müller das, wovon jeder Junge in seinem Traum träumt: Er hämmerte den Ball aus dem Stadion. Walk-Off-Homerun. Heldentum. Sieg mit 15:14. Freudentaumel. Mit Reliever Dalwin Ogando als Winning Pitcher – entsprechend für Starter Peter Cichon eine No-Decision.

Und dann wieder zusammenreißen, denn eine halbe Stunde später ging es mit Begegnung Nummer zwei weiter. Diesmal mit Phil Gebhardt als Pitcher, dem noch zehn Innings aus der Vorwoche im Arm hingen. Doch die Offensive brachte die notwendige Unterstützung. Allen voran Ogando, der einen krachenden Homerun über die lange Siete des Feldes drosch. Mit 7:4 ging’s ins vierte Inning, in dem dann der Regen einsetzte. Zwar nur für 15 Minuten, dafür aber so stark, dass das Feld unter Wasser stand und die Begegnung abgebrochen werden musste. Da bereits mehr als die Hälfte gespielt war, geht die Partie an die Busters – die am Ende ihrer Achterbahnfahrt noch gute Nachrichten bekamen: Am Wochenende unterlag Frankfurt überraschend zweimal gegen den Tabellenletzten Bad Homburg, sodass Gießen den Anschluss wieder hergestellt hat.

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