Gremlins sieglos in Aachen

23. Mai 2016

Spieltag 2 ist hinter uns, das heißt es wird wieder Zeit für die hoffentlich unterhaltsame Rekapitulation des Ganzen.

Zur frühen Morgenstunde machte sich der Tross aus 12 kleinen Gremlins ins Rheinland auf um dort lauter Hessen zu sehen. 12 Gremlins ist im Vergleich zum Heimspieltag zwar lächerlich gering, aber eigentlich ausreichend….
Problem 1: Zwei Verletzte als moralische Unterstützung und ein bereits angereister Puuuuuh ergeben eine Spieleranzahl von 11.
Problem 2: Die zwei Verletzten waren weiblich und so reduzierten die spielfähigen Mädels auf Cookie und Marie (das sind nur zwei).
Da kommt zwar altes Gremlinsfeeling auf, aber irgendwie findet Coach Schnappy die Situation mit 20 Spielern besser. Naja alles kein Problem, kennt man ja von früher und da hat es ja auch ab und zu geklappt. So ging es dann gewohnt gut gelaunt gegen den Gastgeber und leichten Favoriten Aachen.

Spiel 1 vs. Aachen Aixplosives:

1 Tele-Marc 1B
2 Marie C
3 Schnappy SS
4 W. Puuuuuh P
5 MSA CF
6 Sugar Ray LF
7 E. Palazzo 3B
Yeboah 3B
8 Cookie 2B
9 Warthog RF

W. Puuuuuh oder the Artist formerly known as Coach gab sein Pitchingdebüt ´16, zeigte eine recht ansprechende Leistung und bewies, dass es nicht schaden kann zu trainieren. Gegen keinen so schlechten Gegner konnten wir uns im ersten Inning schadlos halten und souverän die Aus einsammeln. Dummerweise taten die Aachener es uns gleich und beendeten die Defensive ähnlich schnell. Sah aber trotzdem nicht so schäbig aus und wir spielten munter weiter, W. Puuuuuh zeigte eine weiterhin starke Leistung, aber die Aachener liefen langsam heiß und kamen beständig aufs Scoreboard. Wir sorgten zwar langsam auch für was zählbares, aber Aachen war da irgendwie besser drin. Nachdem Winnie langsam seine Kontrolle verlor, entschied sich Cheffe für einen Wechsel und wechselte sich in purer Egomanie einfach mal selbst in den Circle, während hinter ihm bisschen rumgeschoben wurde. Lief dann nicht so schlecht, aber Aachen traf trotzdem weiter und sorgte dann auch im 5. für die 10-Run Führung und beendete das Spiel.
So standen wir nach gutem Spiel mit leeren Händen da, aber eine Niederlage gegen Aachen wirft uns jetzt nicht so aus der Bahn. Frisch gestärkt und im Bewusstsein eines brauchbaren Pitchings wartete nun das Highlight, El Classico gegen Marburg.

Spiel 2 vs. Marburg Monsters:

1 Schnappy P
2 Marie LF
3 Yeboah C
4 W. Puuuuuh 3B
5 Sugar Ray SS
6 MSA CF
7 Tele-Marc 1B
8 Cookie 2B
9 Nein RF

Ja, immer wieder gegen Marburg….
Waren die letzten Begegnungen meist recht deutlich wurden wir an diesem Tage an die alten Duelle zur Anfangszeit des Autors erinnert. Praktischerweise haben wir das Spiel sogar auf Papier, da die Marburger uns einen Blick in ihre Scoresheets erlaubt haben.
Schnappy begann nach dem Einwerfen gegen Aachen im Circle und machte das nicht so schlecht (6 IP, 8K, 10 Hits, 5BB). Flo Mohr auf der anderen Seite erledigte seine Sache auch ganz gut und so entwickelte sich ein ganz nettes Spielchen. Spielverlauf bis zum fünften gibt es mal in Kurzform

Gießen 4 3 0 1
Marburg 2 4 0 1

Macht also 8:7 nach 4 für Gießen, dann kam das fünfte. Viel zu viele lächerliche Errors und situativ gutes Hitting der Marburger zauberten 5 Runs auf das Scoreboard und warfen ein schlechtes Bild auf die ansonsten hervorragende Defensivleistung. Durchgerüttelt von diesem Defensivgestümper lahmte nun auch die Offense und kamen auch erstmal nicht ans Punktemachen. Zum Glück hieß es wie schon dritten Inning für Marburg auch im sechsten drei rauf, drei runter und wir standen vor dem 7. Inning mit 4 Punkten Rückstand vor einer schweren aber nicht unmöglichen Aufgabe. Praktischerweise begannen wir bei Nr. 2 in der Line-Up und Marie holte sich direkt mal ein BB, Yeboah und W. Puuuuh lieferten weiter, aber dann begann das Unglück. Yeboah wurde von W. Puuuuuhs Schlag auf dem Weg zur drei getroffen, da der Ball nach dem Ausweichen einen Huppel erwischte und Yeboah noch am Knöchel erwischte….

Sugar Ray groundete dann leider zum Short-Stop der W. Puuuuuh an 2 erwischte. Two-Out Rallye, war also angesagt. Marie war inzwischen zuhause und eine Kombination aus Steals und gutem Hitting brachten Sugar nach Hause, MSA an drei und Tele-Marc an eins. Tying Run an 1. Bei 1-3 Situation auch bald an zwei, dachten wir dann mal und Marc traf auch die richtige Entscheidung und nahm die zweite Base ohne große Gegenwehr. Keine Gegenwehr? Doch, eine Partei hatte wohl keine Lust mehr. Nachdem der Field-Ump wohl am Tag vorher von einer neuen lustigen Regel gehört hat und ihm dabei das Umpirehandbuch auf den Kopf gefallen ist, callte dieser mal locker aus der Hüfte einen Early-Steal.
Völlig überraschte Marburger verließen somit siegreich das Spielfeld, während Schnappy noch in einen freundschaftlichen Plausch mit dem Herren in Blau trat um über dieses Highlight in seiner Softballkarriere zu reden.

Aber hilft ja nix. im 5. haben wir schlecht verteidigt, im 6. schlecht geschlagen und das 7. war mal was neues und somit geht Marburg als verdienter Sieger vom Platz und wir mit Wut im Bauch ins nächste Spiel.

Spiel 3 vs. Darmstadt Dragons

1 Tele-Marc P/CF
2 Marie C/LF
3 Schnappy CF/P
4 Yeboah SS/C
5 W. Puuuuuh 1B
6 Sugar Ray LF
MSA LF/SS
7. Nein RF
Warthog RF
8. Cookie 2B
9. E. Pallazzo 3B

Im Circle begann dieses mal Tele-Marc, da seine Performance gegen die Dragons, doch meist ganz überzeugend war. Dummerweise ist Tele nicht für seine Strike-Outs bekannt und braucht ein funktionierendes Feld hinter sich. Doof wenn das nicht klappt. Richtig Doof wenn wir selbst nicht schlagen. So stand nach 2 Innings ein Punkt bei uns und viele bei Darmstadt, 18 oder so. Wie dem auch sei, es sollte mit Tele-Marc nicht klappen und so tauschte dieser die Position mit Schnappy und man versuchte das ganze mal mit Gewalt statt Finesse, klappte besser. Darmstadt Offensive stockte nun ein wenig und nach Pitcherwechseln auf Darmstädter Seite kamen wir auch langsam ins Rollen, aber in dem Spiel sollte es nicht sein. Wir kamen trotz großen Kampf nie richtig ran und der einzige Erfolg blieb, dass unsere Moral das Spiel trotz monströsem Rückstand bis ins 7. Inning gebracht zu haben. So einen „Erfolg“ kann man sich natürlich an den Hut stecken und wir müssen somit die erste Nullerrunde der Saison verdauen.
Aber ist ja für die meisten nix neues und wir wissen damit umzugehen. Heiter weiter nach Bielefeld, genauso weiter pitchen, bisschen besser verteidigen, mehr kloppen und ein paar Siege eintüten. Ob der Plan aufgeht sehen wir am 18. Juni beim Hochschulsport Bielefeld Softball/Baseball

Kommende Spiele

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