Busters sichern sich den Titel

27. August 2018

Spannender geht es nicht mehr: In zwei hochdramatischen Spielen setzten sich die Gießen Busters beim Tabellenzweiten, den Frankfurt Eagles, durch und sicherten sich einen Spieltag vor Schluss den Titel in der Landesliga A.

Schon vor dem ersten Pitch war klar: Zwei Siege reichen für die Busters zum Titel, nur ein Sieg, dann heißt es am letzten Spieltag gegen Bad Homburg noch einmal zittern. Von zwei Niederlagen ganz zu schweigen. Entsprechend gingen die Gießener wie schon eine Woche zuvor in Friedberg wieder konzentriert und hoch motiviert zur Sache. Im ersten Inning erzielten sie einen Punkt, im zweiten ließen sie zwei weitere folgen – während sie defensiv gut standen. Das gleiche Bild also wie eine Woche zuvor, als die Busters die Führung jedoch verspielten.

Die schlimmsten Alpträume wurden dann natürlich auch gleich wahr: Ein Fehler im Feldspiel, zwei Walks, zwei Outs – eigentlich noch kein Problem. Wären da nicht die zwei Hits und der eine Wild Pitch von Peter Cichon, die vier Punkte kosteten und den 3:4-Rückstand bedeuteten. Doch der Pitcher ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und kam im vierten Inning zurück, wie es sich jeder Trainer wünscht: Cichon schickte die nächsten drei Batter per Strike-Out zurück auf die Bank. Offensiv wollte der eigentlich schon gelöste Knoten dann jedoch nicht platzen. Die Busters blieben bis ins sechste Inning ohne weiteren Punkt, kassierten indes noch einen und so langsam waren kaum noch Chancen übrig. Im sechsten Inning dann die erste Erlösung: Phil Gebhardt, Joseph Müller und Richard Hilgart schlugen drei Hits hintereinander, erzielten so zwei Punkte und glichen die Partie zum 5:5 aus. Spannend war es also bereits, doch es sollte dramatisch werden.

Defensiv zogen die Busters erst durch ein Caught Stealing von Florian Lerchbacher auf Chrissy Leinburger und kurz darauf ein herrliches Double-Play von Cichon über Hilgart zu Alex Hinz den Kopf aus der Schlinge. Offensiv luden sie im siebten Inning bei einem Aus die Bases auf. Müller kam an den Schlag und das Schlimmste, das passieren konnte, geschah: Die Eagles schnappten sich nun ihrerseits mit einem Double-Play die benötigten zwei Aus – und luden anschließend in der Offensive bei allerdings zwei Aus die Bases auf. Spielertrainer Gebhardt übernahm den Posten des Pitchers und sicherte das letzte Aus per fulminantem Strike-Out, bei dem er sich ausschließlich auf seinen wohlplatzierten Fastball verließ.

Die Begegnung ging ins Extra-Inning – und da wurde es dann deutlich. Frankfurts Pitcher Edu Molina kassierte Hits, war davon und einigen Entscheidungen der Umpire letztendlich entnervt und verließ den Pitcher-Hügel. Der Bann war gebrochen. Die Busters erzielten Punkt um Punkt, bis sie mit 12:5 in Führung lagen und diese dann locker über die Defensive schaukelten.

Der zwingend notwendige Sieg war also da, der Titel in greifbarer Nähe. Motivierend oder lähmend? Irgendwie beides! Gebhardt brauchte ein paar Batter, um sich an die Strike-Zone des Head-Umpires zu gewöhnen und trotz guter Leistungen am Schlag stand’s plötzlich 0:3. Den Rückstand holten die Busters gleich im zweiten Inning wieder auf – und dann lief’s auch wieder in der Abwehr. In Inning drei blieben beide Teams ohne Punkt. Entsprechend kam die Frage auf, ob auch dieses Spiel bis zum Schluss auf des Messers Schneide stehen sollte. Aber die Busters gaben die Antwort am Schlag – und zwar krachend. Angeführt von Alex Hinz, der in allen Plate-Appearances in dieser Begegnung einen Hit erzielte, zermürbten sie den Gegner. Sieben Punkte später hatten sie eine komfortable Führung herausgespielt. Leichte Schwankungen in der Defensive erledigte Gebhardt mit zwei Strike-Outs und ließ auch im fünften Inning zwei weitere folgen. Das letzte davon bedeutete den 12:7-Sieg und den ersten Titelgewinn für die Busters seit gut zwei Dekaden.

Es spielten: Peter Cichon 4 Hits bei 9 Möglichkeiten; Allen Jones 3 von 6, 3 Walks; Alex Hinz 4 von 7, zweimal von Pitches getroffen; Charles Dalwin Ogando 3 von 9; Chrissy Leinberger 3 von 8; Viejo Lerchbacher 0 von 5, 2 Walks; Phil Gebhardt 3 von 6, 2 Walks; Joseph Müller 1 von 6, 2 Walks; Richard Pitchy Hilgart 2 von 5, 2 Walks; Micky Blazek 0 von 1; Mathar Bajwa Walk, Christian Schöneborn.

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